(Beitrag wurde aktualisiert am 12. Januar 2018)

Wann hast du deinen letzten Elevator Pitch gemacht?

Dabei geht es bekanntlich darum, die wichtigste Information in sehr kurzer Zeit zu liefern, nämlich: Welchen Nutzen hat mein Produkt, oder meine Dienstleistung. Meistens hat man dafür 30-60 Sekunden Zeit. Das heisst, man muss sich auf das Wesentliche beschränken.

Genauso ist es mit der Meta Description, der Seitenbeschreibung deiner Webseite bei Google. Sie ist eine Art Elevator Pitch für deine Webseite in den Google Suchergebnissen.

Was ist die Seitenbeschreibung genau?

Google zeigt in den Suchergebnissen nach dem Titel und der Seiten URL einen kurzen Ausschnitt aus dem Text auf der Webseite an, das sogenannte „Snippet“. Es wird zusammengesetzt aus

  • Der Seiten URL
  • Dem Seiten Titel
  • Der Meta-Description der jeweiligen Unterseite, falls vorhanden. Wenn keine Meta-Description vorhanden ist, nimmt Google Inhalte aus der Seite.

Hier ein Beispiel eines Snippets aus der Google Suche, die Meta-Description ist rot umrahmt:

Meta Description

 

Aus den folgenden Gründen ist es sehr wichtig, die Meta-Description selbst zu schreiben, und einen guten Text zu formulieren:

  • Gefunden werden – Die Chance, bei Google gefunden zu werden, erhöht sich, wenn das Keyword auch in der Meta Description auftaucht.
  • Klicks – Du möchtest Interesse beim Leser wecken, damit er auf dein Suchergebnis klickt.
  • Google empfiehlt es – Google empfiehlt ausdrücklich, nützliche Informationen in der Meta Description zur Verfügung zu stellen (Quelle)

 

Wie wichtig ist die Seitenbeschreibung fürs Google Ranking

Die Meta Description wird von Google nicht als direkter Ranking Faktor benutzt. Das schreibt Matt Cutts, der ehemalige Quality Search Engineer von Google, auf dem Google Webmasters Blog:

„Even though we sometimes use the description meta tag for the snippets we show, we still don’t use the description meta tag in our ranking.“

Warum solltest du dir aber die Mühe machen, trotzdem eine gute Seitenbeschreibung zu formulieren?

  • Interesse wecken – Nach dem Titel ist die kurze Beschreibung des Seiteninhalts das erste was in den Google Suchergebnissen zu sehen ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand ein ansprechendes Suchergebnis anklickt ist höher.
  • Soziale Medien– Facebook z. B zeigt die Meta Description an. Wenn du z. B. einen Blogbeitrag auf Facebook postest (oder jemand deine Webseite auf Facebook erwähnt), dann kann es sein, dass einfach der erste Satz auf der Seite als Beschreibung genommen wird. Wenn keine gute Beschreibung hinterlegt ist, wäre das doch schade.

Wo findest du die Seitenbeschreibung?

Wenn du mit einem CMS (Content Management System) arbeitest, wie z. B. Jimdo oder WIX, dann gibt es meistens irgendwo unter den Einstellungen die Möglichkeit eine „Seitenbeschreibung“ oder „Meta Beschreibung“ einzugeben.

Wenn du WordPress nutzt, dann ist es vom Theme abhängig, das du nutzt. Installiere dir am besten das gratis SEO Plugin von Yoast. Damit kannst du für jede Unterseite deiner Webseite die Meta Description anpassen.

Eine Seitenbeschreibung für jede einzelne Unterseite

Ein weit verbreiteter Fehler ist, dass Webmaster nur eine einzige Meta Description für die gesamte Webseite zur Verfügung stellen. Google ignoriert diese Meta Descriptions nach eigener Aussage (>> siehe Artikel v. 5.6.17 im Google Webmaster Blog)

Sinnvoll ist es daher, für jede einzelne Seite einer Webseite eine eigene Meta-Description zur Verfügung zu stellen.

Tipps für eine überzeugende Meta Description

Versetze dich in die Lage deines Lesers und Kunden und überlege dir, was ihn interessieren könnte.

Hier einige Beispiele:

Aufzählungen – wenn eine Seite mit Tipps hast, dann zähle ein paar der Tipps schon in der Meta Description auf. Das macht neugierig und animiert zum Klicken:

Meta Description Beispiel

 

Symbole – Symbole werden nicht so oft genutzt und erregen daher Aufmerksamkeit. Verwende Symbole, die zum Text passen. Hier ein Beispiel mit einer Krone direkt vorne am Beginn der Meta Description:

Meta Description Symbol

Kontaktdaten – In manchen Fällen ist es vielleicht interessant die Emailadresse oder den Ort zu erwähnen. Wenn Kunden bei dir einen Termin vereinbaren müssen (z. B. Coiffeur oder Physiotherapie), dann erwähne deine Telefonnummer:

Meta Description Telefonnummer

 

Aufforderungen – Fordere den Leser gleich auf, etwas zu tun. Soll er dich anrufen, einen Online Termin fürs Webinar buchen, oder dein ebook kaufen:

Meta Description Aufforderung

 

Zielgruppe – Hast dueine bestimmte Zielgruppe? Dann gehe darauf ein, damit sich die richtigen Personen direkt angesprochen fühlen. Hier im Beispiel werden direkt die Mütter mit Babies angesprochen:

Meta Description Zielgruppe

 

Keywords – Mach dir vorher Gedanken, welche Keywords deine Zielgruppe verwendet. Oder recherchiere die meistesuchten Keywords mit einem Tool wie Google Trends oder dem AdWords Keyword Tool (nur für AdWords Nutzer mit einer aktiven Kampagne). Verwenden das wichtigste Keyword unbedingt in deiner Meta Description.

Warum?

Wird dein Suchergebnis bei Google angezeigt, werden die Worte fett markiert, die mit der Suchanfrage übereinstimmen. Das springt dem Nutzer sofort ins Auge. Hier nochmals das Beispiel von oben mit dem Keyword „Baby Yoga“. Das Wort Baby und Yoga wird jeweils von Google fett markiert (s. Bild):

Meta Description fett

 

Im Idealfall formulierst du eine eigene Meta Description für jede einzelne Unterseite deiner Webseite. Sollte deine Webseite aber sehr umfangreich sein, dann konzentriere dich auf die wichtigsten Seiten.

Lege für dich fest, welche Seiten für dich die wichtigsten sind, mit denen du gefunden werden willst, und schreibe Meta Descriptions nur für diese Seiten. Das ist auch die Empfehlung von Matt Cutts (ehemaliger Chefentwickler bei Google).

Was du nicht tun solltest

  • Zu viel Info – Verschiesse nicht gleich dein ganzes Pulver in der kurzen Beschreibung. Heb dir das beste oder interessanteste bis zum Schluss auf und mach nur neugierig.
  • Zu viele Symbole –  können verwirren und den Leser auch abschrecken statt ihn zu überzeugen. Am besten ist ein einziges Symbol, das thematisch passt.
  • GROSSBUCHSTABEN – Die werden gedruckt oft als „Geschrei“ empfunden. Es ist ausserdem schlechter lesbar als normaler Text und es kann sein, dass Google die Meta Beschreibung auch einfach ignoriert. Grossbuchstaben sind nur sinnvoll, wenn dein Firmenname oder Produkt daraus besteht. Wie bei IBM oder HP.
  • Zu viel Text – Achte darauf, dass die Seitenbeschreibung sich zwischen 140-155 Zeichen bewegt und nicht übersteigt. Die Beschreibung wird sonst von Google abgeschnitten, was sehr ärgerlich ist wenn deine wichtigste Info (z. B. Telefonnummer) ganz hinten, ist und nun nicht mehr zu sehen ist. Mit dem Tool Serpsimulator kannst du ganz leicht die richtige Zeichenlänge testen. Wenn deine Seite auf WordPress läuft, dann installiere dir am besten das gratis SEO Plugin von Yoast. Das kontrolliert die richtige Zeichenlänge für Sie.

Doppelte Beschreibungen – Verwende auf keinen Fall die selbe Meta Description für alle Seiten auf deiner Webseite. Das ist „Duplicate Content“ und laut der Aussage von Matt Cutts in diesem Video eher kontraproduktiv.

FAZIT: Die Meta Description ist zwar kein Ranking Signal für Google, wohl aber ein wichtiges Element, um Leser zum klicken zu animieren. Aus diesem Grund ist es wichtig die Seitenbeschreibungen für ausgesuchte einzelne Unterseiten zu schreiben und den Nutzen für den Leser klar herauszustellen.

>> hier kannst du nachlesen, wie du auch den Seitentitel auf deiner Webseite optimal gestaltest.

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