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Hand aufs Herz, wann hast du dich zum letzten Mal mit Regeln für Texte befasst?

Wahrscheinlich, wie ich auch, in der Schulzeit. Dabei ging es um Aufsätze, Diktate oder Inhaltsangaben literarischer Bücher. Doch hat all das wenig mit Texten für Online-Medien in der Businesswelt zu tun.

Die meisten Selbständigen und Kleinunternehmen schreiben die Texte für ihre eigene Website selbst. Und sie fragen sich:

  • Wie formuliere ich mein Angebot so, dass jeder sofort versteht, was ich mache?
  • Was macht einen guten Online-Text aus?
  • Gibt es einen Unterschied zwischen einem Text der für eine Website geschrieben ist, und einem Text für eine Broschüre?
  • Wie muss ich vorgehen, wenn ich einen Text selbst schreibe?
  • Wie strukturiere ich meine Texte so, dass sie gut lesbar sind für meine Leser – ich aber auch bei Google gefunden werde?
  • Wann sollte ich einen Experten ins Boot holen?

Um diese Fragen professionell zu beantworten, habe ich eine Textexpertin für ein kurzes Interview eingeladen. Barbara Geiser von der Textmacherei in Zürich erklärt uns, worauf es beim Schreiben von Online-Texten ankommt, und wie man auch als Nicht-Experte in 5 Schritten einen guten Text für die eigene Webseite schreibt.

Das Interview dauert ca 7,5 Minuten. Unter dem Video findest du die Tipps von Barbara zum nachlesen

 

Grundregeln für Online-Texte

 

Antworten bieten statt Fakten aufzählen

Der grosse Unterschied zu Printtexten für Flyer oder Zeitungen ist sicher, dass ein Leser eine Seite schnell verlässt und weitersucht, wenn er nicht versteht was geschrieben ist oder wenn etwas nicht versteht, oder nicht findet, was er sucht. Das heisst, die Inhalte müssen attraktiv sein, neugierig machen und Orientierung bieten.

Leser, die Texte online lesen, sind meistens auf der Suche nach Antworten oder Lösungen.

Beziehe dieses Wissen ein, wenn du Texte schreibst:

  • Überlege dir zu Beginn welche Fragen oder welches Problem die Besucher deiner Webseite haben.
  • Biete Antworten und Lösungen, statt Fakten und Angebote aufzuzählen.

Wenn du z. B. einen Kosmetiksalon leitest, dann zähle nicht als erstes deine hochwertigen Produkte auf, sondern weise auf die Lösung hin, die glatte strahlende Haut, oder den schönen Teint den deine Kundinnen von dir bekommen.

Inhalte gestalten

Online-Texte werden von Lesern eher „gescannt“ als ausführlich gelesen. Leser scrollen den Text nach unten. Sie lesen punktuell dort, wo eine Überschrift, etwas Hervorgehobenes oder ein Bild das Interesse weckt. Überschriften, Absätze und andere Gliederungselemente bieten dem Auge eine Orientierungsmöglichkeit.

Dieser Blogbeitrag umfasst 1561 Worte. Das sind zwei volle 2 DIN A4 Seiten. Stelle dir diese Textmenge vor ohne Überschriften, Bilder und Absätze. Ein solcher Text wirkt auf den ersten Blick länger. Er ist inhaltlich gleich gut, doch kann er den Leser überfordern.

Und das Ergebnis? Er springt ab – und sucht bei Google nach einer Webseite mit einfacher lesbaren Texten.

Online-Texte sind zudem für viele Menschen noch schwieriger zu lesen als auf dem Papier, deshalb:

  • Strukturiere deine Texte mit Überschriften.
  • Mache Absätze, lieber einen mehr als zu wenig.
  • Füge erklärende Grafiken und Bilder ein (Grafiken kannst du z. B. ganz einfach selbst erstellen mit dem gratis Tool Canva)
  • Arbeite mit Spalten um Inhalte übersichtlich zu gestalten (Links Text, rechts Bild).
  • Nutze Aufzählungspunkte statt langer Sätze.
  • Lass viel Platz zwischen den Zeilen, Absätzen und vor den Hauptabschnitten. 

Suchmaschinenoptimierung

Natürlich ist es wichtig, dass Online-Texte von Suchmaschinen gefunden werden. Wer bei Google nicht gefunden wird, der existiert praktisch nicht. Die Optimierung von Texten für Google ist ein grosser Unterschied zum Schreiben von Printtexten.

Früher war es wichtig, in der Programmierung die wichtigsten Keywords (Meta-Keywords) zu hinterlegen. Doch der Google Algorithmus hat sich weiterentwickelt. Die Meta-Keywords werden inzwischen von Google ignoriert (Quelle: Google).

Die Suchmaschine ist in der Zwischenzeit so weit, dass sie Texte auf Webseiten „liest“, und sogar die Regeln eines gut lesbaren Textes erkennt.

Das heisst, ein gut aufgebauter und strukturierter Inhalt ist nicht nur gut für den Leser, sondern wird auch von Google positiv bewertet.

Google wertet Worte die an strategisch wichtigen Punkten wie Überschriften, Aufzählungspunkten oder fett angezeigt werden, stärker als andere Worte.

Die Begriffe mit denen du gefunden werden willst, deine Keywords, sollten also auch an diesen Stellen vorkommen.

Doch wie geht man nun vor, wenn man einen Text für die Website schreiben möchte?

 

Die 5-Schritte-Formel zum eigenen Online Text

 

1. Für wen schreibst du?

Zuerst muss klar sein, wen der Text ansprechen soll. Am besten funktioniert das, wenn man sich tatsächlich eine Person vorstellt, und nicht nur eine grobe Zielgruppe. In der Marketing Welt nennt man das auch eine Buyer Persona.

Wer für eine Person schreibt tut sich leichter, da wir uns als soziale Wesen gerne unserem Gegenüber anpassen. In eine Person kann man sich auch besser einfühlen, Probleme und Wünsche verstehen und Einwände voraussehen.

Ein Beispiel: Eine Website informiert über medizinische Entwicklungen. Wenn man sich einen 20-jährigen Medizinstudenten als Gegenüber vorstellt, wird man andere Worte wählen als für eine 57-jährige Ärztin. Beide sind im Bereich Medizin bewandert, aber es handelt sich um Personen aus verschiedenen Generationen, mit unterschiedlicher Berufserfahrung und anderen Geschlechts. Dadurch haben sie unterschiedliche Bedürfnisse und Erwartungen an Texte, die so besser berücksichtigt werden können.

Viele sorgen sich, dass durch eine zu enge Fokussierung auf eine Person andere sich ausgegrenzt fühlen könnten. Doch das Gegenteil ist der Fall. Ein Text der für eine bestimmte Person geschrieben ist, wird greifbarer und klarer.

 

2. Drauflosschreiben

Nachdem du jetzt weisst, für wen du schreiben möchtest, geht es ans Texten.

Kümmere dich im ersten Schritt nicht um Struktur, Google, Absätze oder Grammatik. Schreibe einfach mal los. Beginne da, wo du gerade stehst mit deinen Ideen, Gedanken und dem was schon da ist.

Zensiere nichts, halte dich nicht mit Fehlern auf und störe dich nicht an Wiederholungen.

Mir fällt zum Beispiel meistens die Einleitung eines Textes am schwersten. Also beginne ich mit den konkreten Inhalten wie Anleitungen oder Aufzählungen von Tipps, erst am Schluss schreibe ich die Einleitung.

Wenn ich eine Blockade habe und nicht weiss, wie ich anfangen soll, hilft es mir auch mich intensiv in den Leser zu versetzen und erst einmal seine Fragen, Wünsche und Bedürfnisse zum Thema zu notieren.

Nur wenn du genau weisst, für wen du schreibst, kannst du dich hineinversetzen. Es ist leichter, sich in eine einzige bestimmte Person einzufühlen als in die Masse einer Zielgruppe.

 

3. Überarbeiten

Lass den ersten Entwurf einige Zeit liegen. Das hilft dabei, Distanz zum Geschriebenen zu entwickeln und den Kopf wieder frei zu kriegen.

In diesen Pausen kommen oft gute Einfälle zum Text, und es lösen sich Knoten, die man nur hat, so lange man verzweifelt auf das Papier oder den leeren Bildschirm starrt.

Nach einigen Tagen und mit einem frischen Kopf machst du dich daran, den Text zu überarbeiten. Nun geht es darum, die endgültige Struktur zu schaffen:

  • Sätze umherzuschieben
  • Überflüssiges zu löschen
  • treffende Begriffe zu suchen
  • abwechslungsreiche Sätze zu formulieren
  • klare Überschriften zu suchen

Achtung, Ironie und Witze werden bei Online-Texten oft nicht verstanden. Smileys und Zwinkergrafiken kommen nur bei bestimmten Zielgruppen gut an.

 

4.       Suchmaschinenoptimierung

Wenn du möchtest, dass dein Text von Suchmaschinen gefunden wird, solltest du jetzt den Text daraufhin überprüfen. Der wichtigste Suchbegriff, mit dem du gefunden werden willst, muss an den strategisch wichtigen Stellen vorkommen:

  • im Seitentitel (Meta-Title)
  • in der Seitenbeschreibung (Meta-Description)
  • in Überschriften
  • im Fliesstext, idealerweise im ersten Absatz
  • in Aufzählungen
  • als Fett hervorgehoben
  • in der Navigation

Der Google-Algorithmus erkennt die Gewichtung (Relevanz) von Worten. 

Die Suchmaschine geht davon aus, dass Worte (Keywords) die immer wieder in Überschriften, im Fliesstext, in Aufzählungen oder als fett Gedrucktes hervorgehoben werden, wichtig sind. Diese erhalten somit eine höhere Gewichtung als andere Worte.

Verwende auch Synonyme.

Zu oft immer wieder dasselbe Wort zu verwenden kann einen Text unleserlich und langweilig machen.

Doch um bei Google gefunden zu werden, ist es wichtig, an den strategisch wichtigen Stellen wie Titel und Überschriften das Keyword zu verwenden, mit dem du gefunden werden möchtest.

 

5. Aussenblick

Gib deinen Text nun einem Aussenstehenden zum Lesen. Das kann ein Arbeitskollege sein, eine Freundin, eine Person, die der Zielgruppe entspricht, oder auch einem Profi, der sich aufs Texten versteht.

Es sollte jemand sein, der dir eine ehrliche Rückmeldung gibt:

  • Ist dein Testleser überfordert, schweift ab oder liest nicht zu Ende?
  • Bleiben Fragen offen, die hätten beantwortet sein müssen?
  • Kann die Person dir sagen, um was es im Text geht?
  • Was sagt dein Leser zum Inhalt – hat er alles verstanden?
  • Hast du es mit der Suchmaschinenoptimierung etwas übertrieben und das Keyword zu oft wiederholt?

Geh nun mit dem Feedback deines Testlesers noch einmal über den Text und überarbeite das ein oder andere.

Wann braucht es einen Experten?

Wer sich mit dem ganzen Prozess des Schreibens überfordert fühlt, oder keine Zeit dafür hat, sollte sich am besten an eine Text Expertin wie Barbara Geiser wenden. Die Zusammenarbeit ist individuell gestaltbar. So kannst du z. B. den ganzen Prozess des Entwurfs zu 80% selbst machen, die restlichen 20% erledigt der Profi.

Wer nicht in seiner Muttersprache schreibt, oder es nicht gerne tut, sollte auf jeden Fall mit einer Fachperson arbeiten.

FAZIT: Texte für die Webseite selbst zu schreiben ist ein längerer Prozess. Auf Anhieb scheint es, als müssten so viel Regeln zu beachten sein. Doch nach einiger Zeit der Übung geht einem dieser Schreibprozess leichter von der Hand. Und es lohnt sich auf jeden Fall sich die Zeit zu nehmen, oder sich an einen Experten zu wenden. Schliesslich ist Ihre Webseite die Tür zu neuen Aufträgen – und die werden nur kommen wenn Ihre potenziellen Kunden die richtigen Antworten und Lösungen finden.
Wie sind deine Erfahrungen mit Texten? Schreibst du lieber selbst oder arbeitest du mit Text-Experten? Schreib deine Erfahrungen unten im Kommentar.

 

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Wer hier bloggt

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Hi, ich bin Melanie. Ich helfe Selbständigen und kleinen Unternehmen bei Google besser gefunden zu werden. In meinem Blog findest du viele hilfreiche Tipps und Anleitungen zu Google, Google Ads, Suchmaschinenoptimierung und Online Marketing Strategien. Einfach erklärt und garantiert ohne Fachchinesisch.

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