(Beitrag aktualisiert am 10. Januar 2018)

Google Analytics ist ein sehr wertvolles (und vor allem kostenloses!) Tool, mit dem du unter anderem erfahren kannst:

  • Wie viele Besucher gestern oder im letzten Monat auf deiner Webseite waren
  • Ob Deine Facebook Beiträge Besucher bringen
  • Welche deiner Blogbeiträge, oder Seiten auf einer Webseite, die beliebtesten sind und
  • Ob deine Webseite bei Google überhaupt gefunden wird – und mit welchen Keywords

Ist das nicht fantastisch?

All das ist doch sehr nützlich um herauszufinden, welche deiner Online Marketing Aktivitäten sinnvoll sind, und ob deine Webseite bei Google gefunden wird.

Solltest du noch nicht bei Analytics angemeldet sein, dann lies hier meine Schritt-für-Schritt Anleitung.

Wer besucht deine Webseite

Wer sich das erste Mal bei Google Analytics einloggt, fühlt sich schnell erschlagen von den vielen Zahlen und Auswertungen. Doch zu Beginn genügt es, wenn du dir nur einige wenige Daten anschaust.

Wir beginnen der Zielgruppenübersicht. Du findest sie, wenn du auf der Navigation auf der linken Seite unter Zielgruppe >> Übersicht.

Analytics Zielgruppe Übersicht

Diese ist standardmässig bei allen gleich und enthält die Besucherzahlen der letzten 30 Tage. Möchtest du einen anderen Zeitraum anschauen, dann wähle diesen oben rechts aus (s. Bild).

Google Analytics Zeitraum auswählen

Darunter werden dir die Statistiken angezeigt (s. Bild unten).

Google Analytics Dashboard

1. Übersicht

Hier siehst du die Anzahl der Sitzungen auf deiner Webseite im ausgewählten Zeitraum als Diagramm. Wenn du mit der Maus über den blau markierten Bereich fährst, werden dir detaillierte Zahlen für einzelne Tage angezeigt. Es gibt auch die Möglichkeit einen anderen Messwert (z. B. Besucher) zu sehen. Das kannst du oben links auswählen.

2. Sitzungen vs. Besucher

Eine Sitzung ist der Besuch eines Nutzers auf Ihrer Webseite. Kommt ein Besucher innerhalb 90 Tage zurück, dann ist es die zweite Sitzung. Doch die Besucheranzahl bleibt gleich, da er ja schon einmal gezählt wurde.

3. Absprungrate

Sie zeigt an, wie oft jemand die Einstiegsseite direkt nach dem Einstieg wieder verlassen hat, ohne sich andere Seiten anzuschauen. Als Faustregel in Foren wird oft angegeben: Je niedriger die Absprungrate ist, desto besser. Das ist aber eine sehr pauschale Aussage, und trifft nicht immer zu.

  • Beispiel 1:
    Nehmen wir an, jemand googelt etwas, findet auf deiner Seite die Information, die er gesucht hat, freut sich und geht wieder. Das war ein zufriedener Besucher. Im Grunde hat die Seite erfüllt, was sie sollte. Im Idealfall hat er sich noch für deinen Newsletter angemeldet, was er auf der gleichen Seite erledigen konnte, ohne auf eine andere Seite zu gelangen. Danach schliesst er das Fenster oder wechselt auf eine andere Webseite. Die Absprungrate beträgt dann 100%, weil er sich ausser dieser Seite keine andere Seite auf deiner Webseite angeschaut hat. Doch war es ein erfolgreicher Besuch, da er gefunden hat, was er brauchte und du noch einen zusätzlichen Newsletter Abonnenten bekommen hast.
  • Beispiel 2:
    Jemand hat deine Webseite über Google gefunden, landet auf der Startseite und verlässt diese auch gleich wieder, weil ihn die Seite nicht anspricht, oder weil er nicht findet was er sucht. In diesem Fall ist die Absprungrate auch 100% und es war es tatsächlich ein erfolgloser Besuch.

Um die Absprungrate besser bewerten zu können, musst du tiefer eintauchen, und die Absprungraten pro Unterseite deiner Webseite anschauen. Die durchschnittliche Absprungrate für alle Seiten zusammen ist zu pauschal und bringt dir nichts. In diesem Beitrag kannst du auch nachlesen, wie du die Kennzahlen pro Unterseite anschauen kannst.

4. Demografische Merkmale

Interessiert dich, aus welcher Stadt die meisten Ihrer Webseitenbesucher kommen, oder möchtest du herausfinden, mit welchem Browser die meisten Besucher surfen? Dann findest du das hier (s. Bild unter 4.).

Achtung: die Sprache ganz oben betrifft die Spracheinstellung des Browsers, nicht die Sprache die die Nutzer sprechen.

Wie kommen die Besucher auf die Webseite

Nun ist es ja schön zu sehen, wenn man überhaupt Besucher auf der Webseite hat. Doch weisst du,  woher die Besucher kommen?

  • Haben sie auf einen Link in Ihrem Newsletter geklickt, oder
  • über Google
  • Vielleicht hat jemand auf deinen Beitrag bei Facebook geklickt, landete so auf deinem Blogbeitrag – oder
  • er kam über den Link auf einer anderen Webseite

Es wäre doch gut zu wissen, welche Online Marketing Aktivitäten auf Facebook, XING und Co überhaupt Besucher bringen. Richtig?

Dazu klickst du einmal auf der linken Navigationsleiste auf AKQUISITION >> ALLE ZUGRIFFE und dann auf QUELLE/MEDIUM (s. Bild unten). Nun siehst du eine Tabelle, in der alle Besucherquellen aufgelistet werden, von denen deine Webseitenbesucher gekommen sind:

Google Analytics Besucherquellen

1. google / organic

Das sind alle Besucher, die deine Webseite über eine Suchanfrage bei Google gefunden haben.

2. (direct) / (none)

Hier werden alle zusammengefasst, die deine Domain direkt im Browser eingegeben haben, oder Besucher die z. B. über einen Newsletter auf deine Webseite gelangt sind.

3.  m.facebook.com

Alle Besucher, die über einen Facebook Beitrag, Anzeige oder einen Link auf deiner Facebook Unternehmensseite auf Ihre Webseite kamen UND mit einem mobilen Endgerät surfen (Handy oder Tablet. Daher das „m.“ vor facebook.com)

4.  facebook.com (und 5. l.facebook.com)

Alle Besucher, die über einen Facebook Beitrag, Anzeige oder einen Link auf deiner Facebook Unternehmensseite auf Ihre Webseite kamen UND die auf einem Desktop PC surfen.

6. bing / organic

Das sind alle Besucher, die deine Webseite über eine Suchanfrage mit der Suchmaschine Bing gefunden haben.

7. images.google.com

Besucher haben in der Google Bilder Suche auf eines deiner Bilder geklickt, und sind so auf deine Webseite gekommen.

8. t.co

Das sind Besucher, die über einen Link bei Twitter auf deine Webseite kamen.

9. lnkd.in

Alle Webseitenbesucher von Linkedin sind hier zusammengefasst.

Es gibt natürlich noch viele weitere Quellen als in diesem Beispiel. Je mehr Links auf anderen Webseiten, Social Media Kanälen und Blogs auf deine Webseite verweisen, desto mehr verschiedene Besucherquellen wirst du hier finden.

Übrigens, solltest du hier solche seltsamen Quellen wie „abc.xyz“ finden, dann könnte das ein Hinweis auf sogenannten Ghost-Spam sein. Richte einen Filter ein (wie, das wird hier beschrieben) und deine Analytics Statistik Zahlen sind zukünftig sauber.

Wie du die Analytics Statistik Daten für dich nutzt

An einem Beispiel möchte ich dir zeigen, wie die Statistiken der Besucherquellen dir Verbesserungshinweise liefern können: Vergleiche im nachfolgenden Bild einmal die beiden Zeilen: Facebook mobil (Nr. 3) und Facebook Desktop PC (Nr. 4).

Google Analytics Facebook

Es fällt auf, dass mehr Nutzer mit einem mobilen Gerät auf die Webseite gelangen. Doch die Absprungrate ist um ein vielfaches höher als bei der Desktop Version. Auch die durchschnittliche Verweildauer (letzte Spalte) ist auffällig viel kürzer.

In diesem Beispiel ist die Webseite noch nicht für mobile Geräte optimiert. Sie passt sich einem Bildschirm auf dem Mobiltelefon nicht an und ist daher sehr schlecht zu lesen. Deswegen bleiben die Leute, die mit einem Mobilgerät auf die Seite zugreifen, im Schnitt nur 39 Sekunden im Vergleich zu sieben Minuten bei der Desktop Version!

Diese Webseite sollte auf jeden Fall den Bedürfnissen der Leser besser angepasst werden, das heisst die Seite sollte in ein responsive Design umgestellt werden. Dann werden sich die Statistiken der Nutzer mit Mobilgeräten mit Sicherheit verbessern.

Nun du, welches die wichtigsten Daten und Statistiken deiner Webseite sind, wo du diese findest, und wie Du sie bewerten kannst.

Wie kommst du damit zurecht? Arbeitest du vielleicht mit anderen Statistiken? Hinterlasse mir unten einen Kommentar, ich bin gespannt.

 

 

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